Weil Dein Pferd es verdient    ·     Reiter-Ausbildung seit 2012

Wie sitzt du eigentlich, wenn du nicht im Sattel sitzt? Wie gehst du, wie stehst du? Genau dort entscheidet sich, wie geschmeidig Du Dich mit Deinem Pferd bewegst.

Was Kurt Albrecht über den guten Sitz sagte

Kurt Albrecht leitete die Spanische Hofreitschule in Wien von 1974 bis 1985. Seine Erfahrung: Die Kriterien für den guten Sitz sind dieselben wie für eine gute Haltung im Allgemeinen. Das heißt für dich: Wenn du im Alltag beständig darauf achtest, wie du gehst und stehst, trainierst du hervorragend für einen geschmeidigen, ausbalancierten Sitz.Die vertikale Ausrichtung von Kopf und Rumpf auf dem Pferderücken ist keine Sonderhaltung nur fürs Reiten.

Dein Vorteil: Du musst keine zzusätzliche  Zeit für Training einplanen.

F.M. Alexander wusste das schon Jahrzehnte früher

Auch F.M. Alexander war begeisterter Reiter. Lange vor Kurt Albrecht beschrieb er, wie wichtig unser „Alltagsgebrauch“ für jede Tätigkeit und für unsere Gesundheit ist. Am eigenen Leib erlebte er beim Reiten und im Alltag, wie die gewohnten Muster uns aus dem natürlichen Gleichgewicht bringen.

Schon um 1900 vermutete Alexander, was die Embodiment-Forschung heute stützt: Körper und Psyche beeinflussen sich wechselseitig. Die Kommunikation zwischen Verstand, Gefühl und Körper bestimmt, wie wir uns verhalten, wie wir uns fühlen und wie wir uns bewegen.

Wie der Alltag deinen Körper prägt

Wie sitzt du am Schreibtisch? Wie stehst du an der Kasse oder in der Stallgasse? Kopf nach vorn, Schultern hoch, Rücken rund?

Niemand wird krumm geboren, wir werden es mit der Zeit. Wie du im Alltag sitzt, stehst und gehst, prägt deinen Körper, und zwar jeden Tag aufs Neue. Gewohnte Haltungs- und Bewegungsmuster schleichen sich ein und verspannen dich Stück für Stück. Du merkst es kaum, denn es geschieht langsam.

Irgendwann meldet sich der Rücken, und du richtest dich nicht mehr so leicht auf. Aufrecht und losgelassen zu sein, wird zur Mühe, im Alltag genauso wie auf dem Pferd. Was im Alltag beginnt, nimmst du mit in den Sattel. Dort fehlen dir dann die Aufrichtung und die Losgelassenheit, die dein Pferd braucht, um sich mit dir frei zu bewegen.

Die gute Nachricht

Was du dir angewöhnt hast, kannst du dir auch wieder abgewöhnen. Dazu musst du erst einmal bemerken, was du tust, und lernen, es loszulassen.

Fragen, die dein Reiten verändern

  • Wie lernst du, die Kommunikation zwischen Verstand, Gefühl und Körper zu steuern?
  • Wie verlernst du Gewohnheiten, die sie stören?
  • Wie wirkt sich das auf dein Pferd aus?
  • Wie findest du zur natürlichen Koordination zurück?

Praktische Antworten auf diese Fragen findest du in meinen Workshops und Kursen. Du möchtest erleben, wie dein Alltag deinen Sitz verändert? Dann schau dir meine Workshops und Kurse an.

Weiterlesen: Maja Storch, Benita Cantieni, Gerald Hüther, Wolfgang Tschacher: Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen. Hogrefe/Huber, Bern; ISBN 978-3-456-84837-2 (2. erweiterte Auflage, 2010). Verlagsseite: https://www.hogrefe.com/de/shop/embodiment-84536.html